Handball-Landesliga: Elsterwerdaer SV – SV Senftenberg 14:14 (7:6)

War´s der Abschied aus der Liga ?

 

Am vorletzten Spieltag standen sich auf dem Parkett der Bad Liebenwerdaer Sporthalle zwei unmittelbare Tabellennachbarn gegenüber. Brisanz war gegeben, zumal jede Mannschaft beim Abstiegspoker im Ligakeller dringend Punkte benötigte.
Der ESV 94 hatte noch eine alte Rechnung durch die erlittene 19:27-Auswärtsschlappe beim Mitkonkurrenten offen.
Nach dem Anpfiff gingen beide in Bestbesetzung auflaufende Vertretungen gleich richtig zur Sache und so entwickelte sich eine weniger spiel- als kampfbetonte Partie.
Insbesondere langten die Akteure des SV Senftenberg bei ihren Abwehrbemühungen kräftig zu, verwechselten des öfteren des Gegners Körper mit dem runden Leder und trugen nicht unwesentlich dazu bei, dass das Match zu einem echten Härtetest wurde.
Spielerisch gestaltete sich der Vergleich ausgeglichen, wobei eine geringe Trefferausbeute während der ersten Hälfte auf das zerfahrene und auf unterem Niveau stehende Duell zurückzuführen war. Über die 2:2- und 4:4-Zwischenstände gelang es keinem Team, sich vorentscheidend abzusetzen, so hieß es auch nach knapp 30 Minuten nur 6:6. Kurz vor dem Seitenwechsel erzielte T.Hermann aus einem Tempogegenstoß heraus das wichtige 7:6 für den ESV.
Mit Beginn der 2.Halbzeit befreiten sich die Hausherren aus ihrer Umklammerung, überwanden die nun anfällige Defensivformation der Gäste und bauten ihren Vorsprung auf 9:6 aus.
Doch statt weiterhin die kontrollierte Offensive zu suchen, gönnten sie sich verängstigt einige Fehler, welche sie um die Mühen ihrer bisherigen Arbeit brachten.
Die Rivalen kamen so allmählich heran und egalisierten nach fünfzig Minuten zum 12:12. Dabei kam ihnen die überragende Leistung ihres Keepers entgegen, der die Einheimischen oftmals mit hervorragenden Paraden zur Verzweiflung brachte.
Die Schlussphase der Begegnung hätte selbst Alfred Hitchcock nicht spannender inszenieren können, Abstiegskampf pur war angesagt. Wiederum brachten unbarmherzige Härte sowie versteckte Fouls zusätzlich Zündstoff in das Match.
Die Gäste warfen die 14:13-Führung, doch die Einheimischen kamen im Gegenzug zum 14:14-Remis.
Jubelnde Senftenberger waren mit erzwungener Punkteteilung vollauf zufrieden, reichte sie ihnen doch zum Klassenerhalt. Währenddessen machte sich Ernüchterung in den Gesichtern aller ESV-Handballer breit, denn mit diesem Resultat dürfte wohl der Abstieg aus der Landesliga bittere Realität sein.

Torschützen: K.Fechner (4), T.Hermann (3), M.Gieseler und U.Fünfert (je 2), M.Schurig, J. und H.Nerger (je 1)

Elbe-Elster-Rundschau vom 08.04.1995

 

Tabelle Männer
Verein SP. Pkt
1. MTV Wünsdorf II
18 36:00
2. HV Luckenwalde
17 23:11
3. ESV 94
17 19:15
4. HC Bad Liebenw. II 17 18:16
5. BSV G/W Fiwa II
17 18:16
6. HV Ruhland/Schw. 17 18:16
7. TSV Empor Dahme
17 13:21
8.
HV G/W Plessa
17 11:23
9. SV Herzberg
17 09:25
10.
Eintracht Ortrand
18 07:29
Tabelle Frauen
Verein SP. Pkt
1. HV Calau
17 29:05
2. TSG Lübbenau 63
17 29:05
3. SV B/W Dahlewitz 17 27:07
4. HC Spreewald
17 20:14
5. HV Ruhland/Schw. 17 17:17
6. HSG Schlaubetal/O. 17 13:21
7. Frankfurter HC III
17 12:22
8.
Chemie Guben
17 11:23
9. ESV 94
17 10:24
10.
Eintracht Ortrand
17 02:32
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