Handball-Landesliga: MTV Wünsdorf – Elsterwerdaer SV 94 33:23 (16:14)

Schlusspfiff erlöste erschöpftes Team

Zum letzten Auswärtsspiel fuhren die ESV-Handballer nach Baruth, um auf den derzeitigen Tabellenführer aus Wünsdorf zu treffen.
Die Gastgeber hatten noch eine alte Rechnung nach der erlittenen Niederlage beim Hinspiel offen. Dementsprechend motiviert starteten die Elsterwerdaer in diese Begegnung. Zunächst jedoch hielten die Gäste dem Ansturm der Hausherren stand, nutzten ein ums andere Mal erkennbare Schwächen in der Wünsdorfer Deckung und kamen nach individuellen Aktionen zu Treffern. Über die 2:2-, 4:4- und 8:8-Zwischenstände wurde die Begegnung weiterhin offengehalten, da auch die ESV-Hintermannschaft den Kombinationsfluss der Gastgeber geschickt unterband und so die MTV-Handballer zu überhasteten Abschlüssen zwang.
Gleichzeitig wurde im ESV-Aufbau der Ball so lange durchgespielt, bis sich die Möglichkeit des bestpostierten Mitspielers ergab, einen Treffer zu erzielen. So trafen nach 20 Minuten S.Reineboth vom Wurfkreis zum 8:9, A.Labicki aus der Distanz zum 8:10 und K.Fechner von der Strafwurflinie zum 9:11. Leider konnte dieser Vorteil nicht in die Halbzeit mitgenommen werden, da in der Folge die Elsterwerdaer Abwehr nach Kreisanspielen und fintenreichem Durchsetzen der eingespielten Wünsdorfer Truppe oft den Kürzeren zog und zunächst den 13:13-Ausgleich und später den 16:14-Pausenstand kassieren musste. Im zweiten Abschnitt wurde dann der Druck der Wünsdorfer auf das gegnerische Gehäuse immer stärker, so dass leider die spielerischen Fähigkeiten der Gäste kaum noch zum Tragen kamen und die Angriffsbemühungen weiter verflachten. Nicht verwunderlich und kaum vermeidbar gestaltete sich der weitere Ablauf der Begegnung, als nun die Gastgeber ihr gefürchtetes Konterspiel ansetzten und Tor für Tor enteilten.
Nur sporadisch war jetzt noch Resultatskosmetik erkennbar, da den Elsterwerdaern nur wenig Effektives gelang und sich Fehlwürfe häuften.
So kamen die MTV-Handballer über das 22:16 zum 26:18 und bewiesen den Gästen recht eindrucksvoll, weshalb sie an der Tabellenspitze stehen. Oft konnten Konterspielzüge nur auf Kosten regelwidriger Aktionen gestoppt werden, die zur zahlenmäßigen und somit spielerischen Unterlegenheit der ESV-Werfer führten und den Rückstand weiter anwachsen ließen.
In den letzten zehn Minuten war dann die Gegenwehr völlig erschöpft, so dass wohl nichts sehnlicher erwünscht wurde wie der Schlusspfiff beim Stande von 33:23.
Trotz dieser, am Ende hohen Niederlage sollten die ESV-Handballer die Köpfe nicht hängen lassen, zumal am kommenden Wochenende das letzte Punktspiel gegen den TSV Empor Dahme auf dem Programm steht und genug Zeit bleibt, das Trefferkonto wieder freundlicher zu gestalten.

ESV-Torschützen: U.Fünfert (9), K.Fechner (6), A.Labicki (3), S.Hegewald (2), R.Steinbrink (1), S.Reineboth (1) und T.Spillecke (1)

Elbe-Elster-Rundschau vom 10.04.2000

 

Tabelle Männer
Verein SP. Pkt
1. MTV Wünsdorf II
18 36:00
2. HV Luckenwalde
17 23:11
3. ESV 94
17 19:15
4. HC Bad Liebenw. II 17 18:16
5. BSV G/W Fiwa II
17 18:16
6. HV Ruhland/Schw. 17 18:16
7. TSV Empor Dahme
17 13:21
8.
HV G/W Plessa
17 11:23
9. SV Herzberg
17 09:25
10.
Eintracht Ortrand
18 07:29
Tabelle Frauen
Verein SP. Pkt
1. HV Calau
17 29:05
2. TSG Lübbenau 63
17 29:05
3. SV B/W Dahlewitz 17 27:07
4. HC Spreewald
17 20:14
5. HV Ruhland/Schw. 17 17:17
6. HSG Schlaubetal/O. 17 13:21
7. Frankfurter HC III
17 12:22
8.
Chemie Guben
17 11:23
9. ESV 94
17 10:24
10.
Eintracht Ortrand
17 02:32
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