Elsterwerdaer SV 94 – SC Magdeburg am 20.04.2000 in der Elbe-Elster-Halle

 

Ein Handballfest in Elsterwerda

Elsterwerdaer kämpften / Fünfklassenunterschied erkennbar / Gutes Ergebnis

Elsterwerdaer SV 94 – SC Magdeburg 13:40 (4:22)

Aufstellung SCM: Fritz, Gaudin (1), Atawin (1), Stefansson (1), Kervadec, Göthel (7), Liesegang, Stiebler (2), Abati (8), Kuleschow (2), Jahns (4), Mäuer (7), Kretschmar (7)
Aufstellung ESV: Hesse, Hahn, Labicki, Reineboth, Fünfert (3), Wude, Spillecke (3), Mohr (1), Heidrich, Hegewald, Lang (3), Fechner (3), List

Ein Traum ging für die Spieler des Elsterwerdaer SV 94 am Gründonnerstag in Erfüllung.
Die Weltklassemannschaft des SC Magdeburg war der Gegner.
Die Zuschauer waren in die ausverkaufte Elbe-Elster-Halle gekommen, um die Stars aus der Bördelandhalle zu bewundern.
Die Magdeburger begannen das Spiel auch druckvoll und führten nach zehn Spielminuten bereits mit 10:1 Toren.
Herrliche Tore von Göthel und vor allem Kretschmar begeisterten das Publikum.
Dem Gastgeber, der sich mit Wude und dem erfolgreichsten Torschützen der Verbandsliga, B.Lang von Grün-Weiß Plessa, verstärkt hatte, merkte man doch die nervliche Anspannung an.
Im Tor der Gäste stand mit Gaudin der französische Nationaltorwart, und es war schon imposant, mit welcher Leichtigkeit er die Würfe der Elsterstädter parierte.
Der SCM nahm nach der klaren Führung gleich mehrere Gänge zurück und versuchte zu zaubern.
Dabei sahen die Zuschauer viele Feinheiten des Handballsportes.
Abati erzielte in diesem Zeitraum vier Tore in Folge, ansonsten bauten die Gäste den Vorsprung bis zur Pause auf 22:4 aus.
Nach dem Seitenwechsel war noch mehr Unterhaltung angesagt.
Die Magdeburger wollten den Ball in das Tor tragen oder zelebrierten für das Publikum die ein oder andere Schau.
Aber auch die Gastgeber kamen zu Torerfolgen, beim Gegner stand jetzt Kervadec im Gehäuse und so setzten sich vor allem Fechner, Lang und Fünfert gut in Szene.
Beim derzeitigen Bundesligadritten spielte in der zweiten Halbzeit vor allem Uwe Mäuer aggressiv und erzielte seine Tore aus der Distanz.
Das Ergebnis war am Ende doch zweitrangig, denn beim Handball kann keine Mannschaft einen Fünfklassenunterschied wettmachen, und so hört sich das Endergebnis von 40:13 für die Gäste noch gut an.
Die Zuschauer gingen zufrieden nach Hause, hatten sie doch die Stars aus nächster Nähe gesehen, und auch jeder Autogrammwunsch wurde erfüllt.
Es war eine Werbung für den Handballsport in unserer Region, und die Elsterwerdaer und Plessaer dürften neue Zuschauer gewonnen haben.
Auch im Vorspiel wurde guter Handball geboten.
Die weibliche Jugend des Elsterwerdaer SV 94 hatte mit der SG Meißen/Riesa den Sachsenmeister der weiblichen Jugend B zu Gast.
Die Gäste enttäuschten in der ersten Halbzeit und lagen klar mit 4:11 im Hintertreffen.
Erst als Trainer Günther die zweite Garnitur nach der Pause aufs Spielfeld schickte, kam Meißen besser ins Spiel.
Mit einem sicheren 18:13-Sieg zeigte der ESV 94 aber, welch Potential im weiblichen Bereich steckt.
Die Mannschaft spielt in der kommenden Saison in der Verbandsliga der Frauen.
Die gelungene Veranstaltung wurde abgerundet durch den auftritt des Spielmannzuges und einer Tombola.
Deren Preise wurden durch Sponsoren gestiftet.


Elbe-Elster-Rundschau vom 20.04.2000

 

Tabelle 1.Männer
Verein SP. Pkt
1. HC Bad Liebenw. II
12 22:02
2. Germania Massen
12 18:06
3. Empor Dahme
13 16:10
4. SV Herzberg
13 15:11
5. HV G/W Plessa
13 15:11
6. ESV 94
12 14:10
7. HV Calau
13 14:12
8.
Eintracht Ortrand
13 12:14
9. BSV G/W Fiwa II
13 09:17
10.
LHC Cottbus III
13
02:24
11. SSV Lübbenau
13 01:25
Tabelle Frauen
Verein SP. Pkt
  1. TSG Lübbenau 63
12 21:03
  2. SSV R/W Friedland
11 16:06
  3. HSG Schlaubetal/Ovl.
12 14:10
  4. HV Calau
11 13:09
  5. Eintracht Ortrand
12 13:11
  6. ESV 94
12 12:12
  7. LHC Cottbus II
12 12:12
  8. Chemie Guben
12 07:17
  9.
HC Spreewald
12 06:18
10.
HV Ruhland/Schw.
12
04:20
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