TSV Empor Dahme – Elsterwerdaer SV 94 18:15 (11:7)

ESV-Torschützen: A.Labicki (4), U.Fünfert (3), K.Fechner (2), R.Steinbrink (2), T.Spillecke (1), S.Hegewald (1), E.Heidrich (1) und A.Mohr (1)

 

In Bestbesetzung reisten die Elsterwerdaer zum Auswärtsspiel nach Dahme, um dort dem gastgebenden TSV Empor zu begegnen.

Den Torreigen zum 0:1 eröffneten die Gäste durch einen platzierten Distanzwurf von A.Labicki, es sollte jedoch die einzige Führung in der gesamten Partie bleiben.

Leider nur vier Minuten lang gelang es den ESV-Werfern, das Duell beim Stande von 2:2 ausgeglichen zu gestalten.

Was sich jedoch bis kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit auf dem Parkett aus Sicht der Gäste abspielte, war schlicht und ergreifend unter Handballentzug zu titulieren.

Fast unbeschreiblich war das katastrophale Auftreten aller ESV-Aktiven zu werten, nachdem der Gegnerschaft so ausnahmslos alles erlaubt wurde, was zu Gegentreffern führen sollte.

So präsentierte sich die Hintermannschaft wirr und löchrig, ebenfalls war die Angriffswirkung bei durchschaubaren Einzelaktionen an Harmlosigkeit nicht zu überbieten und zu allem Überfluss fand selten ein Ball bei eigenen Strafwürfen den Weg ins Netz.

Ohne selbst übermäßig clever zu agieren, genügte den TSV-Handballern aus Dahme eine durchschnittliche Leistung, um gegen die indisponierten Gäste zu bestehen.

Nach acht Treffern in Serie vom 2:2 zum 10:2 schien der Spuk bei Elsterwerda vorerst vorbei, als zunächst das 10:3 durch T.Spillecke auf Rechtsaußen fiel und später das 10:5 durch einen beherzten Sprungwurf von A.Mohr das Resultat freundlicher erscheinen ließen.

Nach dem Wechsel beim 11:7 refften sich die Gäste in der Folge wieder auf, wollten nicht kampflos das Feld räumen.

So kam ihnen zunächst eine unsicher werdende Gästemannschaft bei der Aufholjagd entgegen, zumal deren Nervenkostüm jetzt zu flattern anfing.

Nach energischem Einsatz auf halbrechts gelang dabei E.Heidrich das 11:8, R.Steinbrink sorgte mit einem sehenswerten Hüftwurf für den 13:12-Anschlußtreffer und S.Hegewald konnte nach gut 40 Minuten zum 13:13 egalisieren.

Gewillt, jene Schwächeperiode der Handballer aus Dahme weiter rigoros zu bestrafen, machten sich die Elsterwerdaer auf, das Duell zu kippen.

Leider misslang dies, da jetzt in dieser spielentscheidenden Phase weitere Treffer versagt blieben, da entweder Dahmes Schlussmann die Situation glänzend entschärfte oder der Abwehrriegel nicht zupackte, als weitere Gegentore zum 16:13 fielen.

In der Schlussphase versuchte dann die ESV-Truppe nochmals alles zu geben, scheiterte erneut und wurde nach mehreren Regelwidrigkeiten mit Zeitstrafen bedacht, die nun keineswegs mehr kompensiert wurden.

So stand am Ende eine nüchterne 18:15-Niederlage zu buche, welche die Erkenntnis ließ, dass nach verlorenem Spiel in voriger Saison auch diesmal nicht in Dahme gewonnen werden konnte.

 

Elbe-Elster-Rundschau vom 30.10.00

 
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8.
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