Handball - Landesliga: ESV 94 - HV „Grün - Weiß" Plessa 25:23 (14:13)
 
Rassiges Derby in der Elbe – Elster - Halle
Elsterwerda und Plessa unterbreiteten dem Publikum ein ereignisreiches Handballspiel
 
 

Das EE - Derby hielt abermals alles, was man bereits im Vorfeld erwarteten konnte. Einerseits bestätigten flotte Spielszenen einen stets knappen Spielablauf, andererseits zeigten gleich mehrere verzwickte Situationen den wirklichen Derbycharakter.
Doch der Reihe nach: Den furioseren Anfang erwischten ohne Zweifel die Hausherren, als ihnen teils freche Spielzüge aus dem Rückraum gelangen, die zum 4:1 nach acht Minuten führten. Besonders auffällig brachte sich bis dato A. Labicki in den Elsterwerdaer Aufbau ein, als er nacheinander für drei Distanztreffer nach feiner Einzelleistung zeichnete und sich dabei auf halblinks imponierend durchsetzte. Da auch die ESV - Hintermannschaft halbwegs gut harmonisierte, konnte man die Plessaer Angriffsbemühungen hemmen und dämmte die Gefahr sowohl aus dem Rückraum als auch am Kreis gravierend ein. So behauptete man nach zwölf Minuten einen 7:3 - Vorsprung, der jedoch bis zur 16. Minute rapide dahinschmolz.
Da nun die Plessaer Werfer unbewachter und erfolgreicher zum Wurf kamen und dabei ausschlaggebende Lücken im Elsterwerdaer Deckungsverbund beizeiten erkannten, holten sie Treffer für Treffer auf und egalisierten zum Ausgleich nach einer guten Viertelstunde.
Dennoch ließen die ESV - Werfer keinen Führungswechsel im gesamten Spielverlauf zu, legten wiederum eine gehörige Schippe drauf und warfen sich abermals mit 10:7 nach 21 Minuten in Front. Häufig waren es einfache, aber schnelle Tempogegenstöße, welche die HVP - Aktiven überraschten und so dem ESV - Team weiteren Auftrieb für die kommende Spieldauer mit auf den Weg gaben. Zwar konnte man das gesetzte Ziel eines komfortableren Vorsprungs nicht mit in die Halbzeitpause nehmen, da die „Grün - Weißen" noch vor dem Wechsel vom 14:11 zum 14:13 herankamen. Zu lässig schenkte man buchstäblich dem Kontrahenten die beiden Anschlusstreffer, die zum knappen Halbzeitresultat führten. Äußerst turbulent verliefen dann die ersten zehn Minuten des zweiten Abschnitts, als es auf dem Parkett so richtig zur Sache ging. Zunächst kam M. List in der 36. Minute vom Strafwurfpunkt zum 17:15 - Treffer, währenddessen sich in der gleichen Minute das HVP - Team selbst dezimierte, nachdem die Schiedsrichter die Rote Karte gegen einen Aktiven zückten. Doch es sollte nicht die letzte umstrittene Aktion im gesamten Spiel bleiben, wenngleich beiderseits keine überaus rüden oder gar unsportlichen Aktivitäten stattfanden.
Dessen ungeachtet nutzten die Elsterwerdaer zunächst ihre dadurch gebotene Überzahl in der 40. Minute beim 20:16 nutzbringend, da sie auf Rechtsaußen durch T. Spillecke einen sicheren Vollstrecker im Überzahlverhalten in ihren Reihen hatten und ernste Gefahr auf das Plessaer Tor ausstrahlten. Gleichwohl verfiel man leider bis zur 50. Minute in vorübergehende Lethargie, verpasste vorn, den Sack zuzumachen und kassierte hinten unzweifelhafte Gegentore zum 20:20. So trafen nach Belieben Plessas Distanzschütze J. Gärtner, der sich seine Ecke fast ungehindert aussuchen konnte, und auch T. Landskron, welcher als ständiger Unruheherd immensen Druck aus dem Rückraum ausübte, netzte vermehrt ein. Doch auch diese abermalige Egalisierung steckten die ESV - Handballer an diesem Tage ohne Schrecken weg, zeigten anschließend hinzugewonnene Nervenstärke, als sie sich zu keinem Zeitpunkt in einen Rückstand pressen ließen. Zudem bewahrte Elsterwerdas bärenstarker Rückhalt M. Hesse sein Team vor jenem Rückstand, in dem er exzellent auf die gewiss nicht unplatzierten Würfe der Gäste reagierte, so seine Mannschaft beständig im Spiel hielt. Dramatik pur bestimmte ab der 55. Spielminute die Begebenheiten auf dem Spielfeld, als erst einmal ein sicherlich vertretbarer Strafwurf gegen die ESV - Akteure beim Stande von 24:22 nicht gepfiffen wurde und damit vielfältige Gemütsbewegungen sowohl beim Gästepublikum als auch bei den Gästespielern auslösten. Leider rückte der spielerische Aspekt eines Handballvergleichs erst einmal in den Hintergrund, als gleich zwei weitere Rote Karten als Konsequenz auf Plessaer Seite folgten und so der fairen Partie einen bitteren Beigeschmack mit auf den Weg gaben. Nichtsdestotrotz fiel zwei Minuten vor Ultimo der 24:23 - Anschluss, so dass erst in den beiden verbleibenden Schlussminuten die endgültige Entscheidung fallen musste.
Elsterwerda kam erneut über die starke rechte Seite zum Vorschein, so dass nach klugem Zusammenspiel der Ball wiederholt T. Spillecke erreichte, der nach einem klugen Heber über den Plessaer Schlussmann das vielumjubelte 25:23 besorgte. Diesen Vorteil behaupteten die ESV - Werfer bis zum Ende dieser Begegnung, da abermals M. Hesse im Tor glänzend parierte und seine Arbeit im Kasten sehr gut machte. Nach dieser Leistung bejubelten die ESV - Handballer einen sicherlich nicht unverdienten Erfolg und können nun aus eigener Kraft am letzten Spieltag den vierten Platz in der Tabelle der Landesliga unter Dach und Fach bringen.

ESV: Michael Hesse, Ronny Hahn, Andreas Labicki (4), Aram Haydeyan (5), Jens Nerger, Markus List (5), Armen Haydeyan, Thomas Spillecke (8), Aike Mohr, Stephan Hegewald, Tobias Müller und Uwe Fünfert (3); Trainer Klaus Marquardt und Knut Fechner

HVP: Jürgen Gärtner, Jürgen Kohl, Jens Horn, Gordon Wilhelm (2), Sven Hietzke (1), Frank Wude (4), Jens Gärtner (6), Bodo Lang (1), Christian Muth, Thomas Landskron (8), Rene Teutsch und Andreas Müller (1); Trainer Günter Wörlitz und Sven Schildhauer

Spielfilm: 1:0, 5:2, 7:3, 7:7, 10:7, 13:9, 14:10, 14:13, 16:15, 18:16, 20:16, 20:20, 23:21, 24:22 und 25:23

Uwe Fünfert - 25.04.04
Tabelle Männer
Verein SP. Pkt
1. HC Bad Liebenw.II
05 10:00
2. Empor Dahme
04 06:02
3. ESV 94
04 05:03
4. Germania Massen
03 04:02
5. Eintracht Ortrand
04 04:04
6. BSV G/W Fiwa II
04 03:05
7. HV G/W Plessa
03 02:04
8.
SV Herzberg
03 00:06
9. HV Ruhland/Schw.
04 00:08
10.
SSV Lübbenau 00 00:00
Tabelle Frauen
Verein SP. Pkt
1. ESV 94
04 08:00
2. Schlaubetal/Ovl.
04 06:02
3. SSV R/W Friedland
05 05:05
4. TSG Lübbenau 63
03 04:02
5. HC Spreewald
04 04:04
6. HV Calau
05 04:06
7. Eintracht Ortrand
05 04:06
8.
SV B/W Dahlewitz
05 04:06
9. Chemie Guben
04 02:06
10.
HV Ruhland/Schw. 03 01:05
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