Geschichte

Handball in Elsterwerda

 

1922 war das Gründungsjahr für den Elsterwerdaer Handballsport. Der Turnverein Elsterwerda suchte für seine männlichen Mitglieder vielfältige Wettkampfmöglichkeiten, so meldete der TV-Vorsitzende Reimann zur Herbstsaison 1922 eine Mannschaft im Handball. Falkenberg und Herzberg waren die ersten Gegner der Elsterwerdaer. Der Handballsport nahm eine rasante Entwicklung, so waren im Turnbezirk Elsterwerda 1927, 9 Männermannschaften und 10 Jugendmannschaften aktiv. Orte wie Hohenleipisch, Kraupa, Saathain, Döllingen usw. hatten Handballmannschaften.
1927 spielten mit den Elsterwerdaern die Teams aus Plessa, Lauchhammer, Belgern, Torgau und Jessen in der neu geschaffenen Meisterklasse. Kurios für heutige Verhältnisse, die Punktspiele wurden auf dem Großfeld von Oktober bis März, also in den Wintermonaten absolviert. Grund für diese Zeiteinteilung war, daß die Aktiven in mehreren Sportarten starteten, wie den turnerischen Übungen, der Leichtatletik und dem Faustball. 1927 und 1928 waren die erfogreichsten Jahre der Elsterwerdaer in der Vorkriegsgeschichte. Als Meister des Elster-Elbe-Gaus unterlag der TV Elsterwerda am 13.03.1927 in Köthen gegen Bernburg denkbar knapp mit 0:1 und schied in der ersten Runde aus.
1928 war im ersten Vorrundenspiel zur Kreismeisterschaft Raguhn der Gegner, mit einem 4 : 2 - Sieg wurde die nächste Runde erreicht. Beim Meister des Sorbengaus dem TV Jahn - Eilenburg wurde 5 : 3 gewonnen, genauso in Schönebeck, wo die Elsterwerdaer mit dem Sieg eine große Popularität im Elbe - Elster - Gau erreichten. Das Endspiel um die Meisterschaft der Deutschen Turnerschaft im Land Sachsen - Anhalt wurde gegen den Gastgeber Stendal dann knapp mit 0 : 1 verloren. Spieler der Elsterwerdaer waren ständig in der Gauauswahl, Namen wie Horn, Pogerell, Göckeritz und Schiffner hatten in Handballkreisen einen guten Ruf. Im Turnblatt ist immer wieder nachzulesen, daß diese Schiedsrichter oft im Mittelpunkt standen. Proteste und Spielabbrüche waren keine Seltenheit. So verließen die Plessaer Spieler 1930 nach dem 2 : 2 Ausgleichstreffer des TSV Elsterwerda vor einer großen Zuschauerkulisse das Spielfeld, da sie sich benachteiligt fühlten. Nach dem 2. Weltkrieg wurde sofort der Spielverkehr aufgenommen. 1946 gab es den ersten geregelten Spielbetrien im Kreis Liebenwerda. Elsterwerda hatte wieder eine leistungsstarke Mannschaft beisammen. Handball in Elsterwerda, Fußball bei den Preußen in Biehla, das waren die Sporthöhepunkte am Wochenende.
Von 1948 bis 1958 als TSG und dann als Lok spielten die Elsterwerdaer in der Landesliga. Gegner waren u.a. die Teams aus Raguhn, Delitzsch, Eilenburg, Plessa, Bockwitz oder Dolsthaida. Bei den Heimspielen waren fast immer 1000 bis 1500 Zuschauer zugegen. Großfeldhandball mußte dem Klein-Feld- bzw. dem Hallenhandball weichen. Bei der letzten Bezirksmeisterschaft im Großfeldhandball 1965 in Schleife erreichten die Elsterwerdaer hinter Krauschwitz und dem Gastgeber den 3. Platz. Zwischenzeitlich begann die Handballabteilung 1952 mit dem Aufbau von Nachwuchsmannschaften. 1957 und 1960 gewannen die Schüler die Bezirksmeisterschaft und in den Folgejahren wurden wir mit den B und A - Mannschaften Jugendmeister im Bezirk Cottbus im Hallenhandball. Begünstigt durch die Freifahrtscheine der BSG Lok, waren die Handballer ständig zu Turnieren in der gesamten DDR unterwegs und holten viele Pokale für ihren Verein. Sehr ungünstig für die Arbeit in der Sektion Hanball wirkte sich aus, daß Elsterwerda keine Sporthalle hatte, wo Punktspiele durchgeführt werden können. So absolvierten die Handballer ihre Heimspiele in Bad Liebenwerda und die Elsterwerdaer Sportanhänger erfuhren nur aus der Presse die Ergebnisse. Der größte Erfolg der Elsterwerdaer Handballer wurde 1973 erreicht. Die 1. Männermannschaft erreichte als erste Mannschaft des Kreises den Aufstieg zur Handball-Bezirksliga. Hinter diesen Erfolgen der Handballer stand immer ein Name: "
Rudi Scheibe".
Von 1934 bis 1979 führte er die Elsterwerdaer Handballgemeinschaft unter Zurückstellung persönlicher Bedürfnisse. Zusammen mit seinem Bruder Fritz, haben sie Handballgeschichte in Elsterwerda geschrieben. Durch die vernachlässigte Nachwuchsarbeit in den 70er Jahren sank das Niveau im Männerbereich immer mehr. Zeitweilig spielten die Elsterwerdaer Handballer nur in der Kreisklasse. In den letzten Jahren zählte die 1.Männermannschaft unter der Regie von Th. Hermann zu den "unabsteigbaren" Teams in der Landesliga.
Für einen Verein sind die Übungsleiter mit die wichtigsten Leute. Viele Aktive beenden ihre Laufbahn. Nur sehr wenige opfern ihre Freizeit für den Nachwuchs. Zur Elsterwerdaer Hanballabteilung gehören z.Z. ca 100 aktive und passive Mitglieder, wobei 7 Mannschaften im Wettspielbetrieb stehen.
Die Handballer haben sich schnell auf die neuen Bedingungen nach der Wende eingestellt. Der Zusammenhalt ist noch enger geworden und Reisen nach Spanien, in die Türkei, Tschechien sowie nach Vreden und Bad Pyrmont waren nur einige Höhepunkte. Der finanzielle Rahmen zwingt auch dazu, die leistungsstarken Nachwuchsmannschaften (männl. A-Jugend, weibl. B-Jugend) nicht in der Oberliga Brandenburg spielen zu lassen. Besonders talentierte Nachwuchsspielerinnen wie z. B. Antje Beikirch und Cordula Günther spielen bereits in der Sportauswahl von Doberlug-Kirchhain, wobei Antje Beikirch 1998 zum Sportclub Frankfurt/Oder wechselte.
1998 wurde nach langem Warten die neue Elbe-Elster-Mehrzweckhalle eröffnet. Die Jahre der Auswärtsheimspiele ist vorbei und somit ist die Atraktivität des Elsterwerdaer Handballs wieder etwas größer geworden.
Die gute Nachwuchsarbeit zeigte in der Spielsaison 1997/98 erste Auswirkungen. Erstmalig wurden nach vielen Jahren wieder Nachwuchsspieler in die 1. Männermannschaft eingebaut. Der Erfolg stellte sich auch zur Mitte der Saison ein. Die Rückspiele brachten einige unerwartete Punktgewinne und die Mannschaft wäre im sicheren Tabellenmittelfeld in die Sommerpause gegangen. Doch leider ist den Funktionären ein schwerwiegender Formfehler unterlaufe, wodurch ein Großteil der erkämpften Punkte aberkannt wurden. Somit war der Abstieg besiegelt und die Spielsaison 1998/99 muß in der Kreisliga bestritten werden.
Doch das Interesse am Handball ist in Elsterwerda ungebrochen und wir freuen uns über die große Unterstützung, die wir von den Zuschauern bei unseren Spielen, den offiziellen der Stadt Elsterwerda und den Sponsoren bekommen.

 

Tabelle 1.Männer
Verein SP. Pkt
1. SG Schöneiche
20 35:05
2. HC Bad Liebenw. II
20 33:07
3. Germania Massen
20 31:09
4. Empor Dahme
20 25:15
5. BSV Fiwa II
20 19:21
6. ESV 94
20 19:21
7. LHC Cottbus III
20 19:21
8. Eintracht Ortrand
20 17:23
9.
SV Herzberg
20 14:26
10. HV G/W Plessa
20 14:26
11.
SSV Lübbenau
20
12:28
12. HSV Senftenberg
20 02:38
Tabelle Frauen
Verein SP. Pkt
1. HV Calau
16 32:00
2. Eintracht Ortrand
16 23:09
3. TSG Lübbenau63
16 20:12
4. Chemie Guben
16 20:12
5. HV Ruhland/Schw.
16 15:17
6. ESV 94
16 13:19
7. HSG Schlaubetal/Ovl.
16 12:20
8. SSV R/W Friedland
16 09:23
9.
HC Spreewald
16 00:32
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